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Was ich noch sagen wollte...

Momentaufnahme.


„Was ist eigentlich dein Stil?“ - Früher bekam ich diese Frage sehr häufig gestellt. Und ich verbrachte Jahre beim Versuch, eine Antwort darauf zu finden.

Obwohl ich oft und gerne mit mystischen Elementen spiele, kristallisiert sich doch kein durchgehender Stil aus den Fotos heraus. Buntes Mischmasch, irgendwie.


Und ebenso lange hat mich das gestört. Weil als Fotograf*in hast ja dieses typische „so schaut's aus“, oder?

Oder dein typisches „so schaut's aus“ ist einfach kein „so schaut's aus“.


Irgendwann fiel mir auf, dass ich lieber Momente und Stimmungen auffangen möchte, als perfekte Fotos zu inszenieren, die einem gewissen Muster folgen, welche Heidi Klum in Szene setzen könnten. Da zieh ich der Heidi lieber ein Wurmkostüm an und stelle die Halloweenstimmung dar.


Aber worum rede ich eigentlich herum? Der Stil, von dem ich schreibe, ist eine Stimmung. Etwas persönliches, was mich als Fotografin mit dem*der Fotografierten verbindet. Und wenn die fotografierte Person ihre Stimmung durch schlichte Modelposen ausdrückt, fällt das genauso hinein.

Ich möchte niemanden in gestellten Posen in eine Bildkomposition verpacken, welche keine Persönlichkeit und nur eine Ästhetik hat.

Ich finde die Verbindung von Persönlichkeit (die meine sowie die der*des Fotografierten) mit Ästhetik unumgänglich.


Das Wiederspiegeln einer Stimmung als Momentaufnahme, ein Moment als Geschichte.

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